113. Gottfried BĂŒttner a Primo Levi, 7 dicembre 1963

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Nota al testo


Gottfried BĂŒttner, medico di Kassel, scrive a Levi che con Ist das ein Mensch? ha reso un “grande servizio” ai tedeschi che amano la veritĂ .

7. Dezember 1963

 

Sehr geehrter Herr Dr. Levi!

Ihr Erlebnisbericht Ist das ein Mensch hat mich tief berĂŒhrt und ich möchte Ihnen meinen Dank und meine Bewunderung sagen, daß Sie es vermochtet haben, Ihnen Mitmenschen in so selbstloser und klarer Weise von den apokalyptischen Schrecken zu berichten, die Menschen (die diesem Namen nicht mehr verdienen), Menschen zugefĂŒgt haben. Ihre Dokumentation erschĂŒttert jedes Menschen Herz, das noch nicht verlernt hat, mitzufĂŒhlen und mitzuleiden. Eine warme Welle der Dankbarkeit musste Ihnen eigentlich aus Deutschland zufließen, doch nehme ich an, daß die Scham ĂŒber das Geschehene viele Menschen schweigen lĂ€ĂŸt. Auch wollen wohl viele Menschen nicht zur Kenntnis nehmen, daß es gerade Deutsche waren, die die Barbarei von Rassenwahn (aus egoistischen Machttrieb) – und herzlose IntellektualitĂ€t (die von Schreibtisch aus mordete) – so konsequent auf die Spitze getrieben haben.

Gerade diejenigen, fĂŒr die das Buch eine Hilfe zur Umkehr wĂ€re, werden es wohl nicht lesen. – Leider! – Aber mancher junge Mensch, der keine Erinnerung an die Jahre der Naziregimen hat, wird Ihren Bericht kennenlernen und hoffentlich Nutzen darausziehen. Ich selbst bin etwas jĂŒnger als Sie, habe aber noch lebendig vor Augen, wie auch wir Deutschen selbst, unter der Machte des Bösen uns verĂ€nderen, einen Bösen, das nicht nur von Ihnen, sondern auch vom Außen (geistig gesehen) die Menschen in bann geschlagen hat. Die von Ihnen so scharft gesehene KZ-MentalitĂ€t gab es ja auch außenhalb (z.B. in Form des Kadavergehorsams[1]).

Meine Bewunderung gibt der Klarheit und Wahrhaftigkeit, mit der Sie Ihnen Bericht geschrieben haben. Sie haben damit[2] auch uns Deutschen einen großen Dienst erwiesen, jedenfalls denen, die die Wahrheit lieben.

Gute Wunsche und einen herzlichen GrĂŒĂŸ!

 

Ihr Gottfried BĂŒttner

7/12/’63

Dr. G. BĂŒttner

 

Egregio Dr. Levi,

Le Sue memorie SQEUU mi hanno profondamente commosso, e vorrei dirLe la mia gratitudine e la mia ammirazione per l’essere Lei riuscito a narrare in modo così staccato e chiaro dell’orrore apocalittico inflitto da uomini (indegni di tal nome) ad altri uomini. La Sua documentazione scuote ogni cuore umano che ancora non abbia dimenticato la sensibilità e la compassione. E proprio dalla Germania dovrebbe alzarsi verso di Lei una calda onda di gratitudine; ma immagino che la vergogna del passato farà tacere molti. Inoltre, molti si rifiutano di ammettere che siano stati proprio tedeschi coloro che hanno spinto alle estreme conseguenze la barbarie del delirio razziale (per egoistica volontà di potenza) o uno spietato intellettualismo (che massacrava dal tavolino).

Ma proprio coloro per cui il libro sarebbe un aiuto al ravvedimento, non lo leggeranno: peccato! Ma piĂč di un giovane, che non puĂČ avere ricordi del regime nazista, lo leggerĂ , e (si spera) ne trarrĂ  profitto. Sono anch’io piĂč giovane di Lei, ma Ăš ancor vivo davanti ai miei occhi il modo con cui anche noi tedeschi stessi eravamo cambiati sotto la potenza del Male: un male che haI estraniato gli uomini non solo dal di dentro, anche dal di fuori (spiritualmente parlando). La mentalitĂ  del KZ, da lei vista con tanta precisione, esisteva anche fuori, ad es. in forma di “obbedienza cadaverica”.[1]

La mia ammirazione va principalmente alla chiarezza e alla veritĂ  con cui Lei ha scritto. Lei ha reso[2] anche a noi tedeschi un grande servizio: o almeno, a quelli fra noi che amano la veritĂ .

7. Dezember 1963

 

Sehr geehrter Herr Dr. Levi!

Ihr Erlebnisbericht Ist das ein Mensch hat mich tief berĂŒhrt und ich möchte Ihnen meinen Dank und meine Bewunderung sagen, daß Sie es vermochtet haben, Ihnen Mitmenschen in so selbstloser und klarer Weise von den apokalyptischen Schrecken zu berichten, die Menschen (die diesem Namen nicht mehr verdienen), Menschen zugefĂŒgt haben. Ihre Dokumentation erschĂŒttert jedes Menschen Herz, das noch nicht verlernt hat, mitzufĂŒhlen und mitzuleiden. Eine warme Welle der Dankbarkeit musste Ihnen eigentlich aus Deutschland zufließen, doch nehme ich an, daß die Scham ĂŒber das Geschehene viele Menschen schweigen lĂ€ĂŸt. Auch wollen wohl viele Menschen nicht zur Kenntnis nehmen, daß es gerade Deutsche waren, die die Barbarei von Rassenwahn (aus egoistischen Machttrieb) – und herzlose IntellektualitĂ€t (die von Schreibtisch aus mordete) – so konsequent auf die Spitze getrieben haben.

Gerade diejenigen, fĂŒr die das Buch eine Hilfe zur Umkehr wĂ€re, werden es wohl nicht lesen. – Leider! – Aber mancher junge Mensch, der keine Erinnerung an die Jahre der Naziregimen hat, wird Ihren Bericht kennenlernen und hoffentlich Nutzen darausziehen. Ich selbst bin etwas jĂŒnger als Sie, habe aber noch lebendig vor Augen, wie auch wir Deutschen selbst, unter der Machte des Bösen uns verĂ€nderen, einen Bösen, das nicht nur von Ihnen, sondern auch vom Außen (geistig gesehen) die Menschen in bann geschlagen hat. Die von Ihnen so scharft gesehene KZ-MentalitĂ€t gab es ja auch außenhalb (z.B. in Form des Kadavergehorsams[1]).

Meine Bewunderung gibt der Klarheit und Wahrhaftigkeit, mit der Sie Ihnen Bericht geschrieben haben. Sie haben damit[2] auch uns Deutschen einen großen Dienst erwiesen, jedenfalls denen, die die Wahrheit lieben.

Gute Wunsche und einen herzlichen GrĂŒĂŸ!

 

Ihr Gottfried BĂŒttner

7/12/’63

Dr. G. BĂŒttner

 

Egregio Dr. Levi,

Le Sue memorie SQEUU mi hanno profondamente commosso, e vorrei dirLe la mia gratitudine e la mia ammirazione per l’essere Lei riuscito a narrare in modo così staccato e chiaro dell’orrore apocalittico inflitto da uomini (indegni di tal nome) ad altri uomini. La Sua documentazione scuote ogni cuore umano che ancora non abbia dimenticato la sensibilità e la compassione. E proprio dalla Germania dovrebbe alzarsi verso di Lei una calda onda di gratitudine; ma immagino che la vergogna del passato farà tacere molti. Inoltre, molti si rifiutano di ammettere che siano stati proprio tedeschi coloro che hanno spinto alle estreme conseguenze la barbarie del delirio razziale (per egoistica volontà di potenza) o uno spietato intellettualismo (che massacrava dal tavolino).

Ma proprio coloro per cui il libro sarebbe un aiuto al ravvedimento, non lo leggeranno: peccato! Ma piĂč di un giovane, che non puĂČ avere ricordi del regime nazista, lo leggerĂ , e (si spera) ne trarrĂ  profitto. Sono anch’io piĂč giovane di Lei, ma Ăš ancor vivo davanti ai miei occhi il modo con cui anche noi tedeschi stessi eravamo cambiati sotto la potenza del Male: un male che haI estraniato gli uomini non solo dal di dentro, anche dal di fuori (spiritualmente parlando). La mentalitĂ  del KZ, da lei vista con tanta precisione, esisteva anche fuori, ad es. in forma di “obbedienza cadaverica”.[1]

La mia ammirazione va principalmente alla chiarezza e alla veritĂ  con cui Lei ha scritto. Lei ha reso[2] anche a noi tedeschi un grande servizio: o almeno, a quelli fra noi che amano la veritĂ .


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