134. Waltraut Falter to Primo Levi, June 1970

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Note to the Text


Falter sends Levi more flowers and shares her distress over present-day Germany.

Sehr geehrter Signor Dr. Levi!

Leider ist mir keiner Ihren Festtage bekannt, der mir Gelegenheit bieten würde, Sie wieder einmal mit einem Blumengruß zu erfreuen. Dennoch drängt es mich gerade jetzt, in dieser Zeit wachsender Sorge und Bekümmernis, sehr, Ihnen diesen Gruß nun als freundliches Zeichen meiner großen Verehrung für Sie und meiner geistigen Verbundenheit mit Ihnen zu senden, denn ich denke jetzt besonders viel an Sie, verehrter Signor Dr. Primo Levi, an Ihr und Ihrer einstigen Leidensgenossen Schicksal, an Ihre Aufgabe und ernste Botschaft und die Welt, die heute dringlicher denn je, einer wachrufenden Mahnung zur Bedachtsamkeit, zur Einsicht und Vernunft und zum Widerstand gegen die gefährlichen, sinnlos zerstörung wütigen Strömungen in ihr, bedarf. In all den sehr bedenklichen und sorgniserrengenden Entwicklungen und Geschehnissen, die wir mit immer größerem Bangen um die Zukunft, beobachten müssen, macht sich ein innerer Zerfall der menschlichen Gesellschaft bemerkbar, der zweifellos, zu einer furchtbaren Katastrophe führt. Ich kann mich des Eindrucks nicht er wehren, daß da ein gewaltige, infernalische, geistige Macht am Werk ist, welche die Menschheit in ihrem geistigen Bereich angreift und von innen her verwüstet, zerstört und reif macht für den Untergang: ein furchtbarer Feind, vor dem keine Grenzen und Waffen schützen, sondern der sich ungehindert überall Eingang erschleicht, wo man ihm nicht mit der äußersten Wachsamkeit eines Klar entscheidungsfähigen Gewissens, eines großen und ernsten Verantwortungs bewußtseins, einer gesunden Vernunft und Logik, einer treu bewahrten und gepflegten Norm für das allzeit gültige Rechte und Gute und einer willingen Bereitschaft zu strenger Selbstdisziplin und heilsamer Ordnung, tapfer widersteht. Nur damit bleibt man wohl immun gegen den kollektiven Wahnsinn, der unsere moderne Menschheit bedroht und in selbstmörderische Raserei stürzt. Diese Erkenntnis läßt mir bewußt werden, wie sehr jeder Einzelne von un aufgerufen ist und in der Verantwortung steht und durch seine eigene, persönliche innere Haltung seinen Teil dazu beiträgt am Wohl und Wehe der ganzen Welt.

Hätte meine Stimme Macht und Geltung, ich möchte in die Welt rufen, mahnen, warnen, bitten ohne Unterlaß, aber leider muß ich immer wieder feststellen, daß ich nur ein sehr armseliges, schwaches Stimmchen bin, eine viel zu wenig ernstzunehmende Persönlichkeit, als daß man auf mich hören möchte.

Immer stehe ich sehr allein in einer gewaltigen Gegenströmung und es ist oft schwer genug, nicht zu verzweifeln, sondern immer wieder die Kraft zu finden, an das Gute zu glauben und es zu leben, an seine Unbesiegbarkeit zu glauben in einer Welt, die gerade zu alltäglich das Gegenteil zu beweisen scheint und darüber hinaus jener höheren Macht zu vertrauen die über alle menschliche Torheit und Unzulänglichkeit hinweg, die Dinge und Geschehnisse des Daseins lenkt und leitet mit zie sicherer Weisheit und göttlicher Geduld. vielleicht ist es aber gerade dieses Vertrauen, das mich immer wieder aufrichtet und mir zur Kraftquelle wird und mich befähigt, über den Dingen und Ereignissen zu stehen und nicht durch sie entmutigt und überwältigt zu werden. Aber auch der Gedanke an Sie, verehrtester Signor Dr. Primo Levi, und an alle jene, die für das Gute stehn und sich für die Achtung und Wahrung der Menschenrechte und Menschenwürde und aller wahren und höchsten Güter der Menschheit einsetzen und in ihrer Stellung mit ganz anderer Macht un Fähigkeit zu wirken vermögen, als ich es vermag, gibt mir Trost und Hoffnung. Wäre auch alle Mühe vergeblich, den Kurs der Welt in eine bessere, friedlichere und glücklichere Zukunft zu steuern, so bleibt das Heile und Gute doch wenigstens in diesen einzelnen Menschen wach und lebendig. Same für ein neues Erblühen, wenn einst die Welt, durch ihre eigene Torheit gezüchtigt und durch bitterste Leiderfahrung gereift, zu einer besseren Einsicht aufgeschlossener sein wird, als sie jetzt es ist. Zur zeit scheint es ja, leider, als seien alle vernünftigen Bestrebungen und Warnungen ohnmächtig, gegenüber einer unbelehrbaren, enthemmten, entfesselten Masse von Torheit, Verblendung und wahnwitzigen Fanatismus machtgieriger kleiner und gemeiner Geister, die darauf ausgehen, jedes Fundament heilvoller Ordnung und Autorität zu erschüttern, indem sie Freiheit mit hemmungsloser Willkür und Zügellosigkeit verwechseln.

            Auch die Entwicklungen in meinem Vaterland bereiten mir und vielen Deutschen, ernste Sorgen und Bedenken.[1] Ich habe das grauenvolle Gefühl, wir stehen wieder einmal an demselben Punkt wie damals, als man das Unheil der “Nationalsozialistischen Machtergreifung” und ihre, für alle Wachen und Hellsichtigen voraus zu ahnenden Folgen, über Deutschland und die Welt herein brechen sah, nur, daß es diesmal, wenn auch als Minderheit, aber dennoch in weitaus größerem, hoffnungs volleren Maße als damals, an dagegen protestierende Stimmen nicht fehlt. Wird es gelingen, diesmal das drohende Unheil aufzuhalten, das herein brechen will? Gebe es Gott, daß mein unglückseliges Volk nicht neue, unverantwortbare Taten und furchtbare Schuld auf sich lade, in sinnloser Schwarmgeisterei und törichten Verblendung, und daß die Welt vor dem Schlimmsten bewahrt und gerettet werde!

Möge mir zur Läuterung, zur Einsicht und Erkenntnis bewußt werden und erkennen, daß der innere Verfall es ist oder die gesunde innere Haltung und Ordnung jedes Einzelnen, von der es abhängt, ob die Menschheit furchtbare Geiseln über sich bringt oder, in Ruhe und Frieden, in eine bessere, glücklichere Zukunft hinein reift, ob die Welt von Haß und Kriegen zerstört wird oder sich den Frieden erwirbt und verdient und in wahrer Freiheit, die Wohltat und den Schutz heilvoller Ordnung erfährt und Menschenrechte und Menschen würde in ihr bewahrt bleiben, Mögen Ihr Werk, Ihre Bücher, Ihr gutes Beispiel, Ihre Mühen und Bestrebungen, verehrter Signor Dr. Primo Levi, für weiteste Kreise, zur Förderung des Guten, beitragen und fruchtbar segen bringen! Das hoffe und wünsche ich von Herzen! Mein Blumengruß möge Ihnen als eine kleine, freundlich wohlmeinende Ermunterung gelten, nicht mutlos zu werden.

Verehrtester Signor Dr. Primo Levi!

Ist es sehr unbescheiden von mir, wenn ich mich Ihnen in einem Bildchen von mir vorstellen und in Ihrer Erinnerung erhalten möchte? Ich weiß nicht recht, ob das nun von meiner Seite aus schicklich ist und nicht zu aufdringlich erscheint, aber ich finde, es ist immer irgendwie gut, das Gesicht dessen zu kennen, der mit einem spricht. Ich besitze ja auch Ihr Bild, aus einer Zeitschrift und in Ihrem Buch, und es sagt und bedeutet mir sehr viel, was Worte nicht aussprechen.

In Dankbarkeit und treuer, geistiger Verbundenheit denke ich an Sie, verehrter Signor Dr. Primo Levi!

Ich gruße Sie herzlichst, mit allen guten Wünschen für Sie, für Wirken und Streben und für Ihre lieben und vereherten Angehörigen! Gott segne und schütze Sie und Ihre Lieben!

Hochachtungsvoll Ihnen ergeben
Ihre

Waltraut Falter

 

836 Deggendorf
Nördlicher Gr. 35
Deutschland

Stimatissimo Signor Dott. Levi,

purtroppo non conosco nessuna Sua ricorrenza festiva che mi offra l’occasione di rallegrarLa ancora una volta con un omaggio floreale. Tuttavia proprio ora, in questo periodo di crescente preoccupazione e angoscia, sento il forte bisogno di mandarLe questo saluto come segno amichevole della grande stima che nutro nei Suoi confronti e del mio legame spirituale con Lei, poiché in questo momento, stimatissimo Signor Primo Levi, penso particolarmente a Lei, al Suo destino e a quello dei Suoi compagni di sventura di allora, al Suo compito e al Suo solenne messaggio al mondo, che oggi più che mai ha bisogno di un monito che richiami alla prudenza, alla consapevolezza, alla ragione e alla resistenza contro le correnti pericolose e distruttive che lo attraversano. In tutti quegli sviluppi e avvenimenti così gravi e inquietanti che dobbiamo osservare con sempre maggiore apprensione per il futuro, si manifesta un decadimento interiore della società umana che senza dubbio porterà a una terribile catastrofe. Non posso fare a meno di pensare che sia all’opera una forza potente e infernale che attacca l’umanità sul piano spirituale e la devasta dall’interno, la distrugge e la porta alla rovina: un nemico terribile dal quale nessun confine e nessuna arma può proteggerci, ma che si insinua indisturbato ovunque, e al quale non è possibile opporsi con coraggio se non restando vigili, lucidi nella coscienza, capaci di discernere; e mantenendo un grande senso di responsabilità, una ragione logica e funzionante, uno standard alto e raffinato di ciò che è universalmente giusto e buono, una volontà disposta a severa autodisciplina e a un benefico ordine. Solo così ci si mantiene immuni dal delirio collettivo che minaccia la nostra modernità e la spinge verso una furia autodistruttiva. Questa consapevolezza mi fa capire quanto ciascuno di noi sia chiamato ad assumersi la propria responsabilità, e con il proprio atteggiamento interiore contribuisca al bene e al male del mondo intero.

Se la mia voce avesse potere e autorità, vorrei gridare al mondo, ammonire, avvertire, pregare senza sosta; ma purtroppo devo sempre constatare che sono soltanto una voce miserabile, debole, una personalità troppo poco presa sul serio perché qualcuno voglia ascoltarmi.

Sono spesso molto sola, mi sento travolta controcorrente, ed è difficile non disperare ma trovare sempre la forza di credere nel bene e viverlo, credere nella sua invincibilità in un mondo che sembra dimostrare ogni giorno il contrario e, oltre ciò, riporre fiducia in quel potere superiore che, al di là di ogni insania e inadeguatezza umana, guida e dirige gli eventi con sicura saggezza e divina pazienza. E forse è proprio questa fiducia che mi sostiene sempre e diventa fonte di energia, permettendomi di elevarmi sopra le cose e gli avvenimenti affinché non mi possano scoraggiare né sopraffare. Ma a darmi conforto e speranza è anche il pensiero di Lei, carissimo Signor Dott. Primo Levi, e di tutti coloro che sono impegnati per il bene, per il rispetto e la difesa dei diritti umani e della dignità umana e di tutti i beni veri e supremi dell’umanità, e che nella loro posizione hanno potere e capacità ben diverse dalle mie. Anche se ogni fatica fosse vana nel guidare il corso del mondo verso un futuro migliore, pacifico e felice, il bene e la salvezza rimarrebbero comunque vivi almeno in questi singoli individui: come seme per una nuova fioritura, quando un giorno il mondo, punito dalla propria follia e maturato attraverso esperienze amare e dolorose, sarà più aperto a una comprensione delle cose migliore di quella di oggi. Al momento, purtroppo, sembra che tutti gli sforzi e gli avvertimenti razionali non abbiano alcun potere su una massa incorreggibile, avventata, scatenata di follia, cecità e fanatismo di menti piccole e meschine assetate di potere, che mirano a scuotere ogni sano fondamento di ordine e autorità, confondendo la libertà con l’arbitrio sfrenato e la dissolutezza.

Anche gli sviluppi nel mio paese d’origine mi suscitano, e suscitano in molti tedeschi, serie preoccupazioni e perplessità.[1] Ho la terribile sensazione che ci troviamo ancora una volta allo stesso punto di allora, quando si vide abbattersi sulla Germania e sul mondo intero il disastro dell’“ascesa nazionalsocialista” e le sue conseguenze preannunciate da molti lungimiranti: solo che questa volta, pur se in minoranza, non mancano le voci di protesta. Riusciremo stavolta a fermare il disastro che sta per abbattersi su di noi? Dio voglia che il mio sventurato popolo non compia nuove azioni irresponsabili caricandosi di nuove colpe, in un insensato fanatismo e in una folle cecità, e che il mondo sia preservato e salvato dal peggio!

Possa io, per purificarmi, giungere a comprendere e riconoscere se sia il degrado interiore oppure, al contrario, la sana disposizione e l’ordine di ogni singolo individuo a determinare se l’umanità attirerà su di sé spaventosi flagelli o se, in pace e armonia, maturerà verso un futuro migliore e felice; se il mondo sarà distrutto dall’odio e dalle guerre, o se conquisterà e meriterà la pace; se nella vera libertà riceverà il beneficio e la protezione di un ordine benefico, e se in esso i diritti umani e la dignità saranno preservati. Possano il Suo lavoro, i Suoi libri, il Suo buon esempio, i Suoi sforzi e le Sue aspirazioni, stimatissimo Signor Dottor Levi, contribuire alla diffusione del bene e portare frutti benedetti a cerchie sempre più ampie! Questo è quanto spero e Le auguro di tutto cuore! Possa il mio omaggio floreale essere per Lei una piccola, benevola esortazione a non perdere coraggio.

Stimatissimo Signor Dott. Primo Levi!

Sarà forse troppo immodesto da parte mia volermi presentare anche con una foto mia e desiderare di rimanere nella Sua memoria? Non so se sia opportuno da parte mia o se non appaia troppo invadente, ma penso che sia sempre in qualche modo utile conoscere il volto di chi parla. Anch’io posseggo già una Sua foto apparsa su una rivista e nel Suo libro, e mi dice e significa per me moltissimo, più di quanto possano esprimere le parole.

Con gratitudine e fedele vicinanza spirituale penso a Lei, carissimo Signor Dott. Primo Levi!

La saluto cordialmente, con i migliori auguri per Lei, per il Suo operato e le Sue aspirazioni, e per i Suoi cari e stimati famigliari!

Dio benedica e protegga Lei e i Suoi cari!
Con profondo rispetto
Sua 

 

Waltraut Falter

 

836 Deggendorf
Nördlicher Gr. 35
Deutschland



Dear Mr. Levi,

Unfortunately, I am not aware of any of your special occasions that would give me the opportunity to send you flowers once again. Nevertheless, at this time of growing concern and distress, I feel compelled to send you this greeting as a friendly sign of my great admiration for you and my spiritual connection with you, for I am thinking of you particularly now, esteemed Mr. Primo Levi, of your fate and that of your former fellow sufferers, of your mission and serious message to the world, which today, more urgently than ever, needs a wake-up call to prudence, insight, and reason, and to resistance against the dangerous, senselessly destructive currents within it. In all the very worrying and alarming developments and events that we are forced to observe with ever-increasing anxiety about the future, an inner decay of human society is becoming apparent, which will undoubtedly lead to a terrible catastrophe. I cannot shake the impression that a powerful, infernal spiritual force is at work, attacking humanity in its spiritual realm, devastating and destroying it from within, and ripening it for destruction: a terrible enemy against which no borders or weapons can protect us, but which sneaks in unhindered everywhere, where it is not resisted with the utmost vigilance of a clear, decisive conscience, a great and serious sense of responsibility, sound reason and logic, a faithfully preserved and cultivated standard for what is always right and good, and a willing readiness for strict self-discipline and wholesome order. Only in this way can we remain immune to the collective madness that threatens our modern humanity and plunges it into suicidal frenzy. This realization makes me aware that each and every one of us is called upon and responsible to contribute to the welfare and woes of the whole world through our own personal inner attitude.

If my voice had power and authority, I would call out to the world, admonish, warn, and plead without ceasing, but unfortunately I have to admit time and again that I am only a very poor, weak little voice, a personality far too insignificant to be taken seriously enough for anyone to want to listen to me.

I am always standing quite alone in a powerful countercurrent, and it is often difficult enough not to despair, but to find the strength again and again to believe in the good and to live it, to believe in its invincibility in a world that seems to prove the opposite on an almost daily basis, and beyond that, to trust in that higher power that, beyond all human folly and inadequacy, guides the things and events of existence with sure wisdom and divine patience. But perhaps it is precisely this trust that lifts me up again and again and becomes a source of strength for me, enabling me to rise above things and events and not be discouraged and overwhelmed by them. But also the thought of you, esteemed Mr. Primo Levi, and of all those who stand for good and work for the respect and preservation of human rights and human dignity and all the true and highest goods of humanity, and who are able to act in their positions with a power and ability quite different from my own, gives me comfort and hope. Even if all efforts to steer the world toward a better, more peaceful, and happier future were in vain, at least the good and the wholesome remain awake and alive in these individual human beings. Seeds for a new blossoming, when the world, chastened by its own folly and matured by bitter experience, will be more open to better insight than it is now. At present, unfortunately, it seems as if all reasonable efforts and warnings are powerless in the face of an unteachable, uninhibited, unleashed mass of folly, delusion, and insane fanaticism of power-hungry small and mean minds, who seek to shake every foundation of wholesome order and authority by confusing freedom with unrestrained arbitrariness and licentiousness.

            The developments in my homeland also cause me and many Germans serious concern and apprehension.[1] I have the horrible feeling that we are once again at the same point as when we saw the calamity of the “National Socialist seizure of power” and its consequences, which were foreseeable to all who were alert and clear-sighted, descending upon Germany and the world, only that this time, although still a minority, there is no shortage of voices protesting against it, and to a far greater and more hopeful extent than before. Will it be possible this time to stop the impending disaster that is about to befall us? May God grant that my unfortunate people do not burden themselves with new, irresponsible deeds and terrible guilt in senseless fanaticism and foolish blindness, and that the world be spared and saved from the worst!

May I become aware and recognize, for the sake of purification, insight, and understanding, that it is inner decay or the healthy inner attitude and order of each individual that determines whether humanity brings terrible calamities upon itself or, in peace and tranquility, matures into a better, happier future, whether the world will be destroyed by hatred and wars or whether it will earn and deserve peace and experience true freedom, the benefits and protection of a salutary order, and whether human rights and human dignity will be preserved in it. May your work, your books, your good example, your efforts and aspirations, esteemed Mr. Primo Levi, contribute to the promotion of good and bring fruitful blessings to the widest possible circles! I hope and wish this with all my heart! May my floral greeting serve as a small, friendly, well-meaning encouragement not to lose heart.

Dearest Mr. Primo Levi!

Is it very immodest of me to introduce myself to you with a small picture of myself and ask to remain in your memory? I am not sure whether this is appropriate on my part and whether it might seem too intrusive, but I think it is always good to know the face of the person you are talking to. I also have your picture, from a magazine and in your book, and it says and means a great deal to me that words cannot express.

With gratitude and loyal, spiritual affection, I think of you, esteemed Mr. Primo Levi!

I send you my warmest regards, with all my best wishes for you, for your work and endeavors, and for your dear and beloved family! May God bless and protect you and your loved ones!

Yours most sincerely,

Waltraut Falter

 

836 Deggendorf
Nördlicher Gr. 35
Deutschland

Sehr geehrter Signor Dr. Levi!

Leider ist mir keiner Ihren Festtage bekannt, der mir Gelegenheit bieten würde, Sie wieder einmal mit einem Blumengruß zu erfreuen. Dennoch drängt es mich gerade jetzt, in dieser Zeit wachsender Sorge und Bekümmernis, sehr, Ihnen diesen Gruß nun als freundliches Zeichen meiner großen Verehrung für Sie und meiner geistigen Verbundenheit mit Ihnen zu senden, denn ich denke jetzt besonders viel an Sie, verehrter Signor Dr. Primo Levi, an Ihr und Ihrer einstigen Leidensgenossen Schicksal, an Ihre Aufgabe und ernste Botschaft und die Welt, die heute dringlicher denn je, einer wachrufenden Mahnung zur Bedachtsamkeit, zur Einsicht und Vernunft und zum Widerstand gegen die gefährlichen, sinnlos zerstörung wütigen Strömungen in ihr, bedarf. In all den sehr bedenklichen und sorgniserrengenden Entwicklungen und Geschehnissen, die wir mit immer größerem Bangen um die Zukunft, beobachten müssen, macht sich ein innerer Zerfall der menschlichen Gesellschaft bemerkbar, der zweifellos, zu einer furchtbaren Katastrophe führt. Ich kann mich des Eindrucks nicht er wehren, daß da ein gewaltige, infernalische, geistige Macht am Werk ist, welche die Menschheit in ihrem geistigen Bereich angreift und von innen her verwüstet, zerstört und reif macht für den Untergang: ein furchtbarer Feind, vor dem keine Grenzen und Waffen schützen, sondern der sich ungehindert überall Eingang erschleicht, wo man ihm nicht mit der äußersten Wachsamkeit eines Klar entscheidungsfähigen Gewissens, eines großen und ernsten Verantwortungs bewußtseins, einer gesunden Vernunft und Logik, einer treu bewahrten und gepflegten Norm für das allzeit gültige Rechte und Gute und einer willingen Bereitschaft zu strenger Selbstdisziplin und heilsamer Ordnung, tapfer widersteht. Nur damit bleibt man wohl immun gegen den kollektiven Wahnsinn, der unsere moderne Menschheit bedroht und in selbstmörderische Raserei stürzt. Diese Erkenntnis läßt mir bewußt werden, wie sehr jeder Einzelne von un aufgerufen ist und in der Verantwortung steht und durch seine eigene, persönliche innere Haltung seinen Teil dazu beiträgt am Wohl und Wehe der ganzen Welt.

Hätte meine Stimme Macht und Geltung, ich möchte in die Welt rufen, mahnen, warnen, bitten ohne Unterlaß, aber leider muß ich immer wieder feststellen, daß ich nur ein sehr armseliges, schwaches Stimmchen bin, eine viel zu wenig ernstzunehmende Persönlichkeit, als daß man auf mich hören möchte.

Immer stehe ich sehr allein in einer gewaltigen Gegenströmung und es ist oft schwer genug, nicht zu verzweifeln, sondern immer wieder die Kraft zu finden, an das Gute zu glauben und es zu leben, an seine Unbesiegbarkeit zu glauben in einer Welt, die gerade zu alltäglich das Gegenteil zu beweisen scheint und darüber hinaus jener höheren Macht zu vertrauen die über alle menschliche Torheit und Unzulänglichkeit hinweg, die Dinge und Geschehnisse des Daseins lenkt und leitet mit zie sicherer Weisheit und göttlicher Geduld. vielleicht ist es aber gerade dieses Vertrauen, das mich immer wieder aufrichtet und mir zur Kraftquelle wird und mich befähigt, über den Dingen und Ereignissen zu stehen und nicht durch sie entmutigt und überwältigt zu werden. Aber auch der Gedanke an Sie, verehrtester Signor Dr. Primo Levi, und an alle jene, die für das Gute stehn und sich für die Achtung und Wahrung der Menschenrechte und Menschenwürde und aller wahren und höchsten Güter der Menschheit einsetzen und in ihrer Stellung mit ganz anderer Macht un Fähigkeit zu wirken vermögen, als ich es vermag, gibt mir Trost und Hoffnung. Wäre auch alle Mühe vergeblich, den Kurs der Welt in eine bessere, friedlichere und glücklichere Zukunft zu steuern, so bleibt das Heile und Gute doch wenigstens in diesen einzelnen Menschen wach und lebendig. Same für ein neues Erblühen, wenn einst die Welt, durch ihre eigene Torheit gezüchtigt und durch bitterste Leiderfahrung gereift, zu einer besseren Einsicht aufgeschlossener sein wird, als sie jetzt es ist. Zur zeit scheint es ja, leider, als seien alle vernünftigen Bestrebungen und Warnungen ohnmächtig, gegenüber einer unbelehrbaren, enthemmten, entfesselten Masse von Torheit, Verblendung und wahnwitzigen Fanatismus machtgieriger kleiner und gemeiner Geister, die darauf ausgehen, jedes Fundament heilvoller Ordnung und Autorität zu erschüttern, indem sie Freiheit mit hemmungsloser Willkür und Zügellosigkeit verwechseln.

            Auch die Entwicklungen in meinem Vaterland bereiten mir und vielen Deutschen, ernste Sorgen und Bedenken.[1] Ich habe das grauenvolle Gefühl, wir stehen wieder einmal an demselben Punkt wie damals, als man das Unheil der “Nationalsozialistischen Machtergreifung” und ihre, für alle Wachen und Hellsichtigen voraus zu ahnenden Folgen, über Deutschland und die Welt herein brechen sah, nur, daß es diesmal, wenn auch als Minderheit, aber dennoch in weitaus größerem, hoffnungs volleren Maße als damals, an dagegen protestierende Stimmen nicht fehlt. Wird es gelingen, diesmal das drohende Unheil aufzuhalten, das herein brechen will? Gebe es Gott, daß mein unglückseliges Volk nicht neue, unverantwortbare Taten und furchtbare Schuld auf sich lade, in sinnloser Schwarmgeisterei und törichten Verblendung, und daß die Welt vor dem Schlimmsten bewahrt und gerettet werde!

Möge mir zur Läuterung, zur Einsicht und Erkenntnis bewußt werden und erkennen, daß der innere Verfall es ist oder die gesunde innere Haltung und Ordnung jedes Einzelnen, von der es abhängt, ob die Menschheit furchtbare Geiseln über sich bringt oder, in Ruhe und Frieden, in eine bessere, glücklichere Zukunft hinein reift, ob die Welt von Haß und Kriegen zerstört wird oder sich den Frieden erwirbt und verdient und in wahrer Freiheit, die Wohltat und den Schutz heilvoller Ordnung erfährt und Menschenrechte und Menschen würde in ihr bewahrt bleiben, Mögen Ihr Werk, Ihre Bücher, Ihr gutes Beispiel, Ihre Mühen und Bestrebungen, verehrter Signor Dr. Primo Levi, für weiteste Kreise, zur Förderung des Guten, beitragen und fruchtbar segen bringen! Das hoffe und wünsche ich von Herzen! Mein Blumengruß möge Ihnen als eine kleine, freundlich wohlmeinende Ermunterung gelten, nicht mutlos zu werden.

Verehrtester Signor Dr. Primo Levi!

Ist es sehr unbescheiden von mir, wenn ich mich Ihnen in einem Bildchen von mir vorstellen und in Ihrer Erinnerung erhalten möchte? Ich weiß nicht recht, ob das nun von meiner Seite aus schicklich ist und nicht zu aufdringlich erscheint, aber ich finde, es ist immer irgendwie gut, das Gesicht dessen zu kennen, der mit einem spricht. Ich besitze ja auch Ihr Bild, aus einer Zeitschrift und in Ihrem Buch, und es sagt und bedeutet mir sehr viel, was Worte nicht aussprechen.

In Dankbarkeit und treuer, geistiger Verbundenheit denke ich an Sie, verehrter Signor Dr. Primo Levi!

Ich gruße Sie herzlichst, mit allen guten Wünschen für Sie, für Wirken und Streben und für Ihre lieben und vereherten Angehörigen! Gott segne und schütze Sie und Ihre Lieben!

Hochachtungsvoll Ihnen ergeben
Ihre

Waltraut Falter

 

836 Deggendorf
Nördlicher Gr. 35
Deutschland

Stimatissimo Signor Dott. Levi,

purtroppo non conosco nessuna Sua ricorrenza festiva che mi offra l’occasione di rallegrarLa ancora una volta con un omaggio floreale. Tuttavia proprio ora, in questo periodo di crescente preoccupazione e angoscia, sento il forte bisogno di mandarLe questo saluto come segno amichevole della grande stima che nutro nei Suoi confronti e del mio legame spirituale con Lei, poiché in questo momento, stimatissimo Signor Primo Levi, penso particolarmente a Lei, al Suo destino e a quello dei Suoi compagni di sventura di allora, al Suo compito e al Suo solenne messaggio al mondo, che oggi più che mai ha bisogno di un monito che richiami alla prudenza, alla consapevolezza, alla ragione e alla resistenza contro le correnti pericolose e distruttive che lo attraversano. In tutti quegli sviluppi e avvenimenti così gravi e inquietanti che dobbiamo osservare con sempre maggiore apprensione per il futuro, si manifesta un decadimento interiore della società umana che senza dubbio porterà a una terribile catastrofe. Non posso fare a meno di pensare che sia all’opera una forza potente e infernale che attacca l’umanità sul piano spirituale e la devasta dall’interno, la distrugge e la porta alla rovina: un nemico terribile dal quale nessun confine e nessuna arma può proteggerci, ma che si insinua indisturbato ovunque, e al quale non è possibile opporsi con coraggio se non restando vigili, lucidi nella coscienza, capaci di discernere; e mantenendo un grande senso di responsabilità, una ragione logica e funzionante, uno standard alto e raffinato di ciò che è universalmente giusto e buono, una volontà disposta a severa autodisciplina e a un benefico ordine. Solo così ci si mantiene immuni dal delirio collettivo che minaccia la nostra modernità e la spinge verso una furia autodistruttiva. Questa consapevolezza mi fa capire quanto ciascuno di noi sia chiamato ad assumersi la propria responsabilità, e con il proprio atteggiamento interiore contribuisca al bene e al male del mondo intero.

Se la mia voce avesse potere e autorità, vorrei gridare al mondo, ammonire, avvertire, pregare senza sosta; ma purtroppo devo sempre constatare che sono soltanto una voce miserabile, debole, una personalità troppo poco presa sul serio perché qualcuno voglia ascoltarmi.

Sono spesso molto sola, mi sento travolta controcorrente, ed è difficile non disperare ma trovare sempre la forza di credere nel bene e viverlo, credere nella sua invincibilità in un mondo che sembra dimostrare ogni giorno il contrario e, oltre ciò, riporre fiducia in quel potere superiore che, al di là di ogni insania e inadeguatezza umana, guida e dirige gli eventi con sicura saggezza e divina pazienza. E forse è proprio questa fiducia che mi sostiene sempre e diventa fonte di energia, permettendomi di elevarmi sopra le cose e gli avvenimenti affinché non mi possano scoraggiare né sopraffare. Ma a darmi conforto e speranza è anche il pensiero di Lei, carissimo Signor Dott. Primo Levi, e di tutti coloro che sono impegnati per il bene, per il rispetto e la difesa dei diritti umani e della dignità umana e di tutti i beni veri e supremi dell’umanità, e che nella loro posizione hanno potere e capacità ben diverse dalle mie. Anche se ogni fatica fosse vana nel guidare il corso del mondo verso un futuro migliore, pacifico e felice, il bene e la salvezza rimarrebbero comunque vivi almeno in questi singoli individui: come seme per una nuova fioritura, quando un giorno il mondo, punito dalla propria follia e maturato attraverso esperienze amare e dolorose, sarà più aperto a una comprensione delle cose migliore di quella di oggi. Al momento, purtroppo, sembra che tutti gli sforzi e gli avvertimenti razionali non abbiano alcun potere su una massa incorreggibile, avventata, scatenata di follia, cecità e fanatismo di menti piccole e meschine assetate di potere, che mirano a scuotere ogni sano fondamento di ordine e autorità, confondendo la libertà con l’arbitrio sfrenato e la dissolutezza.

Anche gli sviluppi nel mio paese d’origine mi suscitano, e suscitano in molti tedeschi, serie preoccupazioni e perplessità.[1] Ho la terribile sensazione che ci troviamo ancora una volta allo stesso punto di allora, quando si vide abbattersi sulla Germania e sul mondo intero il disastro dell’“ascesa nazionalsocialista” e le sue conseguenze preannunciate da molti lungimiranti: solo che questa volta, pur se in minoranza, non mancano le voci di protesta. Riusciremo stavolta a fermare il disastro che sta per abbattersi su di noi? Dio voglia che il mio sventurato popolo non compia nuove azioni irresponsabili caricandosi di nuove colpe, in un insensato fanatismo e in una folle cecità, e che il mondo sia preservato e salvato dal peggio!

Possa io, per purificarmi, giungere a comprendere e riconoscere se sia il degrado interiore oppure, al contrario, la sana disposizione e l’ordine di ogni singolo individuo a determinare se l’umanità attirerà su di sé spaventosi flagelli o se, in pace e armonia, maturerà verso un futuro migliore e felice; se il mondo sarà distrutto dall’odio e dalle guerre, o se conquisterà e meriterà la pace; se nella vera libertà riceverà il beneficio e la protezione di un ordine benefico, e se in esso i diritti umani e la dignità saranno preservati. Possano il Suo lavoro, i Suoi libri, il Suo buon esempio, i Suoi sforzi e le Sue aspirazioni, stimatissimo Signor Dottor Levi, contribuire alla diffusione del bene e portare frutti benedetti a cerchie sempre più ampie! Questo è quanto spero e Le auguro di tutto cuore! Possa il mio omaggio floreale essere per Lei una piccola, benevola esortazione a non perdere coraggio.

Stimatissimo Signor Dott. Primo Levi!

Sarà forse troppo immodesto da parte mia volermi presentare anche con una foto mia e desiderare di rimanere nella Sua memoria? Non so se sia opportuno da parte mia o se non appaia troppo invadente, ma penso che sia sempre in qualche modo utile conoscere il volto di chi parla. Anch’io posseggo già una Sua foto apparsa su una rivista e nel Suo libro, e mi dice e significa per me moltissimo, più di quanto possano esprimere le parole.

Con gratitudine e fedele vicinanza spirituale penso a Lei, carissimo Signor Dott. Primo Levi!

La saluto cordialmente, con i migliori auguri per Lei, per il Suo operato e le Sue aspirazioni, e per i Suoi cari e stimati famigliari!

Dio benedica e protegga Lei e i Suoi cari!
Con profondo rispetto
Sua 

 

Waltraut Falter

 

836 Deggendorf
Nördlicher Gr. 35
Deutschland



Dear Mr. Levi,

Unfortunately, I am not aware of any of your special occasions that would give me the opportunity to send you flowers once again. Nevertheless, at this time of growing concern and distress, I feel compelled to send you this greeting as a friendly sign of my great admiration for you and my spiritual connection with you, for I am thinking of you particularly now, esteemed Mr. Primo Levi, of your fate and that of your former fellow sufferers, of your mission and serious message to the world, which today, more urgently than ever, needs a wake-up call to prudence, insight, and reason, and to resistance against the dangerous, senselessly destructive currents within it. In all the very worrying and alarming developments and events that we are forced to observe with ever-increasing anxiety about the future, an inner decay of human society is becoming apparent, which will undoubtedly lead to a terrible catastrophe. I cannot shake the impression that a powerful, infernal spiritual force is at work, attacking humanity in its spiritual realm, devastating and destroying it from within, and ripening it for destruction: a terrible enemy against which no borders or weapons can protect us, but which sneaks in unhindered everywhere, where it is not resisted with the utmost vigilance of a clear, decisive conscience, a great and serious sense of responsibility, sound reason and logic, a faithfully preserved and cultivated standard for what is always right and good, and a willing readiness for strict self-discipline and wholesome order. Only in this way can we remain immune to the collective madness that threatens our modern humanity and plunges it into suicidal frenzy. This realization makes me aware that each and every one of us is called upon and responsible to contribute to the welfare and woes of the whole world through our own personal inner attitude.

If my voice had power and authority, I would call out to the world, admonish, warn, and plead without ceasing, but unfortunately I have to admit time and again that I am only a very poor, weak little voice, a personality far too insignificant to be taken seriously enough for anyone to want to listen to me.

I am always standing quite alone in a powerful countercurrent, and it is often difficult enough not to despair, but to find the strength again and again to believe in the good and to live it, to believe in its invincibility in a world that seems to prove the opposite on an almost daily basis, and beyond that, to trust in that higher power that, beyond all human folly and inadequacy, guides the things and events of existence with sure wisdom and divine patience. But perhaps it is precisely this trust that lifts me up again and again and becomes a source of strength for me, enabling me to rise above things and events and not be discouraged and overwhelmed by them. But also the thought of you, esteemed Mr. Primo Levi, and of all those who stand for good and work for the respect and preservation of human rights and human dignity and all the true and highest goods of humanity, and who are able to act in their positions with a power and ability quite different from my own, gives me comfort and hope. Even if all efforts to steer the world toward a better, more peaceful, and happier future were in vain, at least the good and the wholesome remain awake and alive in these individual human beings. Seeds for a new blossoming, when the world, chastened by its own folly and matured by bitter experience, will be more open to better insight than it is now. At present, unfortunately, it seems as if all reasonable efforts and warnings are powerless in the face of an unteachable, uninhibited, unleashed mass of folly, delusion, and insane fanaticism of power-hungry small and mean minds, who seek to shake every foundation of wholesome order and authority by confusing freedom with unrestrained arbitrariness and licentiousness.

            The developments in my homeland also cause me and many Germans serious concern and apprehension.[1] I have the horrible feeling that we are once again at the same point as when we saw the calamity of the “National Socialist seizure of power” and its consequences, which were foreseeable to all who were alert and clear-sighted, descending upon Germany and the world, only that this time, although still a minority, there is no shortage of voices protesting against it, and to a far greater and more hopeful extent than before. Will it be possible this time to stop the impending disaster that is about to befall us? May God grant that my unfortunate people do not burden themselves with new, irresponsible deeds and terrible guilt in senseless fanaticism and foolish blindness, and that the world be spared and saved from the worst!

May I become aware and recognize, for the sake of purification, insight, and understanding, that it is inner decay or the healthy inner attitude and order of each individual that determines whether humanity brings terrible calamities upon itself or, in peace and tranquility, matures into a better, happier future, whether the world will be destroyed by hatred and wars or whether it will earn and deserve peace and experience true freedom, the benefits and protection of a salutary order, and whether human rights and human dignity will be preserved in it. May your work, your books, your good example, your efforts and aspirations, esteemed Mr. Primo Levi, contribute to the promotion of good and bring fruitful blessings to the widest possible circles! I hope and wish this with all my heart! May my floral greeting serve as a small, friendly, well-meaning encouragement not to lose heart.

Dearest Mr. Primo Levi!

Is it very immodest of me to introduce myself to you with a small picture of myself and ask to remain in your memory? I am not sure whether this is appropriate on my part and whether it might seem too intrusive, but I think it is always good to know the face of the person you are talking to. I also have your picture, from a magazine and in your book, and it says and means a great deal to me that words cannot express.

With gratitude and loyal, spiritual affection, I think of you, esteemed Mr. Primo Levi!

I send you my warmest regards, with all my best wishes for you, for your work and endeavors, and for your dear and beloved family! May God bless and protect you and your loved ones!

Yours most sincerely,

Waltraut Falter

 

836 Deggendorf
Nördlicher Gr. 35
Deutschland


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